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Energiegipfel - Stellungnahme von Landrat Leo Schrell Dillingen/Donau 

02.06.2015

Energiegipfel – Landkreis bleibt von Stromtrasse verschont

Beim Energiegipfel haben gestern die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD wichtige Eckpunkte für eine Umsetzung der Energiewende festgelegt. Dabei nimmt der bürgerfreundliche Netzausbau eine gewichtige Rolle ein.

Für unsere Region hat der gestrige Gipfel zu einem erfreulichen Ergebnis geführt. So spielt Grundremmingen entgegen der bisherigen Planungen beim Bau neuer Stromtrassen als Endpunkt keine Rolle mehr. Dies gilt sowohl für die Gleichstromtrasse SuedLink als auch die stark umstrittene Gleichstromleitung Südost. Vielmehr soll der SuedLink bis Grafenrheinfeld geführt und für die Südost-Passage der Netzknoten Isar bei Landshut als neuer Endpunkt geprüft werden.

Damit bliebe unser Landkreis von einer Stromtrasse verschont! Über das Ergebnis des Energiegipfels bin ich deshalb sehr erleichtert, zumal die Vereinbarungen zum bürgerfreundlichen Netzausbau erkennen lassen, dass unsere zentralen Forderungen in Bezug die geplanten Gleichstromtrassen aufgegriffen wurden.So haben wir im engen Schulterschluss mit unserem Nachbarlandkreis Donau-Ries stets deutlich gemacht, dass zunächst belastbar der Bedarf zusätzlicher Trassen nachgewiesen sein muss. Für diesen Fall war es uns ein wichtiges Anliegen, dass es unter Berücksichtigung des Schutzes unserer intakten Landschaft keine neuen Trassenschneisen geben darf und vielmehr die konsequente Nutzung von bestehender Infrastruktur im Vordergrund stehen muss.

Insofern begrüße ich die Absicht des Bundes, dass im Rahmen der weiteren Netzplanung bei der Bundesfachplanung die Erdverkabelung bei neuen Gleichstromtrassen Vorrang erhalten soll. Auch die noch stärkere Nutzung bestehender Trassen wird unserer Forderung nach einer Lösung, die mit den Belangen des Natur- und Artenschutzes in Einklang gebracht werden kann, gerecht.

Die nun vorliegenden Ergebnisse gewährleisten nach meinem Dafürhalten eine belastbare Grundlage, um auch künftig in Deutschland die Versorgungssicherheit und eine einheitliche Strompreiszone zu garantieren. Ungeachtet dessen werden wir die weitere Entwicklung, insbesondere das anstehende Gesetzgebungsverfahren, weiterhin mit Interesse verfolgen.

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung
www.leo-schrell.de (facebook)

 

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